TH Ingolstadt

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Der LaS³ Standort Ingolstadt wird vertreten durch Prof. Dr. Christian Facchi, Prof. Dr. Peter Hartlmüller und Prof. Dr. Ulrich Margull von der Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Technischen Hochschule Ingolstadt. Im Kontext von LaS³ wird am Standort Ingolstadt gegenwärtig an folgenden Themen geforscht:

  • Car2X-Kommunikation: Hierbei wird eine Testmethodik zur Sicherstellung von Performance-Eigenschaften erstellt. Ein Ergebnis dieser Forschung ist die eigens entwickelte Simulationsumgebung für Car2X-Applikationen „Artery“ (https://github.com/riebl/artery). Außerdem wird mit „Vanetza“ (https://github.com/riebl/vanetza) eine für wissenschaftliche Untersuchungen ausgelegte Implementierung der europäischen Car2X-Protokolle ETSI ITS-G5 vorangetrieben.
  • Performance-Bestimmung und Optimierung von Multicore-Systemen für Automotive und Avionik Systeme. Im Verbundprojekt FORMUS³IC werden Pattern für die Parallelisierung von Software für eingebettete Systeme mit heterogener Multicore/Manycore Architektur untersucht und weiter entwickelt. Dabei werden sowohl Performance wie Realtime, Safety und Energieeffizienz berücksichtigt.
  • Architektur künftiger hochzuverlässiger Rechnersysteme: Aktuell verwenden hochzuverlässige Rechnerarchitekturen (wie z.B. Avionikrechner zur Flugsteuerung) handelsübliche Mikroprozessoren. Der Trend auf dem Prozessor-Markt bewegt sich hin zu hochintegrierten Mehrkernarchitekturen unter Verwendung komplexer Techniken zur Steigerung des mittleren Durchsatzes und entfernt sich so von deterministischen Systemen.
    Es stellt sich somit die Frage nach der künftigen Architektur von Avionikrechnern. Hierbei ist eine unterschiedliche Kritikalität betreffend der Sicherheitsanforderungen zu betrachten:

    • Welche Redundanzkonzepte leiten sich aus der jeweiligen Kritikalität ab und wie können diese mit den zu erwartenden Komponenten künftig realisiert werden?
    • Wie können zertifizierbare (deterministische) Rechnerarchitekturen effizient bereitgestellt werden?
    • Wie können Cross Channel Data Links (CCDL) zum Aufbau redundanter (3 bis 4-kanaliger) Rechner effizient implementiert werden?
    • Welche Basis-SW (Treiber, Middleware) ist erforderlich und welche Programmierschnittstellen (APIs) sollten verwendet werden?
    • Wie können die Anforderungen betreffend Testbarkeit erfüllt werden?

Im Rahmen der LaS³ Forschungsaktivitäten betreut der Standort Ingolstadt in Zusammenarbeit mit der TU München und De Montfort University (Leicester, UK) mehrere kooperative Promotionen.

Der LaS³ Standort Ingolstadt verfügt über neben einem umfassend ausgestatteten lehrorientierten Labor Eingebettete Systeme das Labor Car2X-Kommunikation im Forschungsbau CARISSMA (http://www.carissma.eu).

Zukunftsstrategie Bayern Digital
LaS³ Ingolstadt ist gemäß dem Bildungsauftrag einer HAW mit regionalen Unternehmen hervorragend vernetzt und agiert in der Angewandten Forschung im Schlüsselfeld Mobilität. Durch den Forschungsbau CARISSMA (www.carissma.eu) wird ein nationales Leitzentrum mit internationaler Ausstrahlung für integrale Fahrzeug- und Verkehrssicherheit aufgebaut. Die Entwicklung von sicheren Software Systemen im LaS³-Verbund schafft hierfür eine hervorragende Grundlage.